Junge Generation mit positivem Verhältnis zu Staat und Verfassung
Jugendliche und junge Erwachsene haben ein durchweg positives Verhältnis zu Staat und Verfassung – ein besseres sogar als die erwachsenen Deutschen insgesamt. Dies zeigt eine aktuelle repräsentative Meinungsumfrage im Auftrag des Bankenverbandes. Danach meinen 91 % der 18- bis 24-Jährigen, das Grundgesetz habe sich in den letzten 60 Jahren bewährt. Dies ist der zweithöchste Wert aller befragten Altersgruppen. Hinsichtlich der Einschätzung der Demokratie in Deutschland geben die jungen Erwachsenen sogar das positivste Urteil ab: Nahezu drei Viertel (72 %) der Befragten zwischen 18 und 24 Jahren sind mit der Demokratie hierzulande zufrieden.
„Von einer ‚Systemkritik’, wie etwa in den 1970er und 1980er Jahren, ist in der jungen Generation heute nichts zu spüren“, so Prof. Dr. Manfred Weber, Geschäftsführender Vorstand des Bankenverbandes in Berlin. „Wenngleich sie mit Blick auf den 60. Jahrestag selbst keine allzu großen Emotionen empfindet, fühlt sich die Jugend heute dennoch unserem Staat sehr verbunden“, so Weber. Diese Verbundenheit zeigt sich auch in anderer Hinsicht: 86 % der jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 24 Jahren – auch dies ist im Vergleich mit den anderen Altersgruppen ein hoher Wert – bekennen sich zu ihrem Nationalstolz.
Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise wirkt sich offensichtlich auch auf die Zukunftserwartungen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus. Allerdings blicken diese immer noch zuversichtlicher in die Zukunft als die befragten Erwachsenen. Während 57 % der 14- bis 24-Jährigen für Deutschland eine „sehr sichere“ oder „sichere“ Zukunft sehen, sind es bei den Erwachsenen nur etwas mehr als die Hälfte (52 %).
Ergebnisse der Umfrage: Verhältnis der jungen Generation zu Staat und Verfassung [PDF - 109 KB]