Unternehmensinsolvenzen
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen war im ersten Halbjahr 2005 zwar rückläufig, nach Ansicht der „Creditreform Wirtschafts- und Konjunkturforschung“ besteht aber kein Grund für Optimismus. Der Verband rechnet für dieses Jahr mit 38.000 Firmenpleiten und einem daraus resultierenden Verlust an Arbeitsplätzen in der Größenordnung von 550.000 bis 580.000. Dem stünden etwa 250.000 neue Stellen durch Firmengründungen gegenüber. Bis Ende Juni hatten 18.700 Unternehmer (minus 6,2% gegenüber dem Vorjahreszeitraum) Zahlungsunfähigkeit angemeldet. Durch die Pleitewelle seien in diesem Zeitraum Verluste von insgesamt 18,8 Milliarden Euro aufgelaufen. Relativ gesehen war das Baugewerbe über alle Branchen hinweg am stärksten betroffen, wiewohl auch hier die Zahlen nach vielen Jahren zum ersten Mal rückläufig waren. Als Hauptgrund für die Unternehmensinsolvenzen wird, neben der allgemeinen Konjunkturlage, die schwache Ausstattung mit Eigenkapital genannt. Auch die zum Teil schlechte Zahlungsmoral der Kundschaft, private wie öffentliche Hand, hat zum Misserfolg vieler, vor allem kleiner Unternehmen beigetragen.