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Newsletter 11/2007

Krankenhäuser in Bedrängnis

Nach Angaben des Deutschen Krankenhausinstituts würden in diesem Jahr gerade noch einmal vier von zehn Krankenhäusern einen Gewinn erwirtschaften, dagegen fast 30 % einen Verlust ausweisen. Im Vorjahr hatte immerhin noch mehr als die Hälfte der Kliniken einen Überschuss erwirtschaftet. 42 % der 2.100 Krankenhäuser sehen auch dem kommenden Jahr mit Unbehagen entgegen und befürchten eine weitere Verschlechterung ihrer Lage. Als Grund für die Misere werden steigende Personalkosten, Steuererhöhungen und eine unzureichende Vergütung der Kassen genannt. Allein der letztjährige Tarifabschluss für die Ärzte koste die Kliniken 1,5 Milliarden Euro, stellt der Bericht des Krankenhausinstituts fest. Hinzu kämen Belastungen aus der Gesundheitsreform und die höhere Mehrwertsteuer. Demgegenüber stünden nur um 0,64 % gestiegene Bezüge. Schon heute würde für 11 % der Häuser ein Notlagentarif gelten, der Abweichungen vom Tarifrecht zulasse. Weitere 8 % der Kliniken planten solche Abweichungen. Angesichts dieser alarmierenden Zahlen kursieren Spekulationen, wonach bis zu einem Viertel der Krankenhäuser in den nächsten Jahren schließen könnte.

Die Ergebnisse einer Befragung von rund 300 Krankenhäusern bestätigen die Warnungen. Der Umfrage zufolge plant mehr als ein Drittel der Kliniken einen Stellenabbau im nichtärztlichen Dienst. Und obgleich viele Häuser Mediziner suchen, halten elf von hundert einen Stellenabbau im Ärztlichen Dienst für unvermeidbar. Fast 30 % wiederum wollen freiwerdende Arztstellen zeitweise nicht mehr besetzen. Mehr als zwei Drittel beabsichtige immerhin, durch Prozessoptimierung Kosten einzusparen.

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