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Newsletter 12/2007

Inflation und Warenkorb

Die Teuerungsrate in Deutschland liegt gegenwärtig bei 2,4 % im Jahresdurchschnitt. Befürchtungen, dass dieser Wert sogar auf bis zu 3 % hochschnellen könnte – die dann höchste Inflationsrate seit 13 Jahren – , werden nicht nur hinter vorgehaltener Hand geäußert. Die Entwicklung des Ölpreises, aber auch der Preise für Nahrungsmittel und gewerbliche Waren betrachtet gerade die Bundesbank mit einiger Sorge. Hinzu kommen Befürchtungen, dass die Gewerkschaften aufgrund dieses Preisschubs höhere Tariflöhne fordern und damit erst die Preisspirale in Bewegung setzen könnten.

Die Fachleute des Statistischen Bundesamtes geben sich etwas zurückhaltender. Sie verweisen zum einen darauf, dass einige Güter im Vergleich zum Vorjahr deutlich billiger geworden sind, etwa Computer und Geräte der Unterhaltungselektronik. Zum anderen aber hätten die Produkte, die jetzt teurer werden, nicht das nötige Gewicht im Warenkorb, um den Preisindex so schnell nach oben zu treiben wie mancherorts befürchtet. Der Warenkorb, mit dessen Hilfe der Index der Verbraucherpreise ermittelt wird, umfasst 750 Güter. Der Preisindex ist jeweils der gewichtete Mittelwert der gesamten Preisänderungen aller Güter. Um herauszufinden, inwieweit der Preisanstieg einzelner Güter auf das gesamte Preisniveau durchschlagen kann, ist ein näherer Blick auf die Zusammensetzung dieses Korbes und die Gewichtung einzelner Gütergruppen erforderlich.

Dabei wird erkennbar, welche Güterpreise ansteigen müssen, damit sich das Preisniveau auch insgesamt erkennbar nach oben bewegt. Ein knappes Drittel des Warenkorbes wird allein durch die Wohnkosten abgedeckt. Auf Heizöl und Benzin entfallen zusammen aber nur 4,2 % dieses Warenkorbgewichtes. Insgesamt gilt: Der Konsument registriert jene Preisänderungen viel stärker, die häufig gekaufte Produkte betreffen. Dies führt in den manchen Fällen dazu, dass die gefühlte Inflation höher ist als die tatsächliche Preissteigerung.

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