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Newsletter 12/2009

Bundesländerranking

Seit 2003 wird im Bundesländerranking von WirtschaftsWoche, Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und IW Consult die ökonomische Performance der 16 Bundesländer gemessen. Dabei wird unterschieden zwischen einem Niveauranking und einem Dynamikranking. Während das Niveauranking die absolute Wirtschaftsund Leistungskraft vergleicht, orientiert sich das Dynamikranking anhand von 42 Indikatoren an den Veränderungsraten. Dadurch können in diesem Ranking auch Länder mit einer schwachen Ausgangsposition ganz vorne landen.

Genau dies gelang nun mit Sachsen- Anhalt einem Bundesland, das gemeinhin nicht mit wirtschaftlichem Erfolg assoziiert wird. Und auch die folgenden Ränge 2 bis 6 werden durchgängig von ostdeutschen Bundesländern belegt, während im Vorjahr noch Hamburg auf Platz 1 und Bayern auf Platz 3 lagen. Was Sachsen-Anhalt betrifft, so hat sich dort die Arbeitsproduktivität zwischen 2005 und 2008 um 10,6 Prozent erhöht. Die Industriebasis ist inzwischen weitgehend gefestigt und stützt sich vor allem auf die Bereiche Chemie und Ernährung. Für alle ostdeutschen Bundesländer gilt, dass sie von der Wirtschaftskrise weniger stark betroffen waren als der Westen. Ausschlaggebend hierfür sind eine weniger konjunkturanfällige Exportstruktur und eine insgesamt niedrigere Exportabhängigkeit sowie das spezielle Anpassungs-Know-how, das viele Betriebe durch den erzwungenen Strukturwandel nach der Wende aufgebaut haben.