Kinderbetreuung: Je früher desto besser?
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Jungen und Mädchen, die für einen längeren Zeitraum einen Kindergarten besucht haben, der Übergang auf ein Gymnasium oder eine Realschule eher gelingt als Nicht-Kindergartenkindern. Dabei spielt auch die Herkunft des Kindes eine Rolle, denn je geringer das Bildungsniveau der Eltern, desto sinnvoller ist es, so die Erkenntnis der Fachleute, dass der Nachwuchs vergleichsweise lange eine Kindertageseinrichtung besucht. In der Realität ist es allerdings so, dass die Kindergartenbesuchsrate mit abnehmendem Einkommen und Bildungsniveau der Eltern sinkt. Dies hat nicht zuletzt auch damit zu tun, dass sich untere Einkommensgruppen die Kita oft nicht leisten können und nicht jedes Bundesland die Gebühren nach dem Einkommen gestaffelt hat. Insgesamt ist der Anteil der Drei- bis Sechsjährigen, die einen Kindergarten oder eine Tagesstätte besuchen, signifikant höher als der Anteil der unter Dreijährigen, die in Kitas oder von Tagesmüttern betreut werden. Hier spielen auch die fehlenden Kapazitäten, die bis 2013 aufgestockt werden sollen, eine Rolle. Auffällig ist der große Unterschied zwischen den westlichen und den östlichen Bundesländern bei der Nutzung von Kinderbetreuungseinrichtungen für die Kleinsten.