Unternehmer optimistisch
Die Spitzenvertreter der deutschen Wirtschaft waren Ende letzten Jahres überzeugt davon, dass sich die Lage ihrer Unternehmen und der Wirtschaft insgesamt verbessern werde. Das lässt sich zumindest am Handelsblatt Business- Monitor ablesen: Zwei Drittel der befragten 783 Manager rechnen damit, dass ihre Geschäfte in den kommen den zwölf Monaten im Inland „besser“ (29 Prozent) oder zumindest „genauso gut“ (45 Prozent) laufen werden wie im Vorjahr. Ebenso viele sind optimistisch, dass sich ihr Exportgeschäft positiv entwickeln wird – hier ist der Anteil derjenigen, die bessere Geschäfte erwarten, mit 45 Prozent sogar noch deutlich größer als die Gruppe derer, die mit unverändert guten Geschäften rechnet (29 Prozent). Dies dürfte allerdings auf den besonders großen Einbruch im Exportgeschäft zurückzuführen sein.
Passend zu diesem Optimismus hat sich der Geschäftsklimaindex des Münchener ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung im Januar deutlich verbessert und stieg auf 95,8 Punkte, nachdem er im Vormonat bei 94,6 gelegen hatte. Das ifo-Institut verwies darauf, dass sich die gegenwärtige Geschäftslage der Unternehmen weiter entspannt habe. Hinsichtlich der Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr seien die befragten Firmen zuversichtlicher als bislang. Mit dem zehnten Anstieg in Folge erreichte das Geschäftsklima damit den höchsten Stand seit Juli 2008. Mit Blick auf die einzelnen Sektoren hielten die Münchener Wirtschaftsforscher fest, dass sich das Geschäftsklima im verarbeitenden Gewerbe merklich verbessert habe. Die Unternehmen aus diesem Bereich bewerteten ihre Geschäftslage damit zum achten Mal in Folge weniger schlecht. Im Bauhauptgewerbe verbesserte sich das Geschäftsklima sogar kräftig. Auch im Großhandel wurde eine Aufhellung des Geschäftsklimas ausgewiesen, während sich die Stimmung im Einzelhandel leicht eintrübte.