Aktienakzeptanz auf niedrigem Niveau
Laut einer Umfrage von TNS-Infratest im Auftrag des Deutschen Aktieninstituts (DAI) hielten zur Jahresmitte 8,3 Millionen Deutsche Aktien oder Aktienfondsanteile. Damit liegt die Zahl zwar etwas höher als im Vorjahr, aber deutlich unter dem Wert von vor zehn Jahren. Seit 2001 hat die Zahl der Aktienbesitzer hierzulande um mehr als viereinhalb Millionen abgenommen — Folge vieler unliebsamer Erfahrungen mit Kurseinbrüchen, geplatzten Blasen und zu hohen Einstiegskursen. So viel lässt sich sagen: Die Aktie als Anlageform genießt beim deutschen Kleinanleger gegenwärtig nicht den allerbesten Ruf. Die Zahl von 8,3 Millionen Privatpersonen, die direkt oder indirekt an der Börse engagiert sind, entspricht gerade mal 12,8 Prozent der Bevölkerung. In Ländern mit einer stärker ausgeprägten Aktienkultur — etwa in den USA, Japan oder den Niederlanden — liegt diese Quote jeweils mehr als doppelt so hoch.