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Newsletter 01/2012

Einwanderungsland Deutschland

Wirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit in Südeuropa machen Deutschland zunehmend zu einer begehrten Adresse für auswanderungswillige Spanier und Griechen.

Ein Trend hat sich umgekehrt: Nach Jahren der sinkenden Zuwanderung verzeichnet Deutschland nun wieder größer werdende Zuwandererzahlen. Im ersten Halbjahr 2011 zogen 435.000 Personen in die Bundesrepublik – eine Steigerung um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Da gleichzeitig weniger Menschen ausgewandert sind, ist der Saldo von Zuwanderung minus Abwanderung um 122 Prozent auf 135.000 Personen gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind vor allem die Einwanderungszahlen aus jenen EU-Ländern in die Höhe geschossen, die besonders heftig von der Finanz- und Schuldenkrise getroffen wurden und deren Auswanderer nun in Deutschland eine Beschäftigung suchen. So habe sich die Zahl der Einwanderer aus Griechenland um 84 Prozent auf 4.100 erhöht. Auch immer mehr Spanier kommen nach Deutschland.

Polen an der Spitze
Den stärksten Zustrom erlebte die Bundesrepublik in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres erneut aus Polen (ca. 115.000). Ungeachtet dieser Zahl ist der vielerorts erwartete Ansturm von Mittel- und Osteuropäern nach der Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für acht EU-Staaten im Mai letzten Jahres aber ausgeblieben. Bis September kamen 41.400 Migranten aus diesen Ländern, meldete die Bundesagentur für Arbeit (BA) vor kurzem – nur knapp 14.000 mehr als im Vorjahreszeitraum.

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