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Newsletter 01/2012

Reiche leben länger

Dass die Menschen in reichen Ländern älter werden als in armen, ist keine überraschende Nachricht. Auch in Deutschland aber lebt länger, wer mehr Geld verdient.

Die Deutschen leben immer länger – das gilt für Arm und Reich. Allerdings gilt auch: Wer wenig verdient, stirbt früher. Mehr als zehn Jahre beträgt der Unterschied zwischen den reichsten und den ärmsten Frauen und Männern. Experten weisen jedoch darauf hin, dass Armut nicht unweigerlich zu einer kürzeren Lebensdauer führe; verantwortlich hierfür seien eher die meist einkommensunabhängigen Lebens­umstände. Forscher kennen mindestens fünf Gründe dafür, dass Arme kürzer leben.
1. Weniger Freundschaften. Wer glücklich ist, lebt länger – und wesentlich für das Glück sind soziale Beziehungen und Freundschaften. Doch obwohl diese nicht teuer sind, haben Arme viel weniger soziale Kontakte, wie Daten des Robert Koch-Instituts zeigen.
2. Schlechteres Essen. Mehrere Versuche haben gezeigt, dass gesundes Essen nicht teuer sein muss. Aber es ist aufwendiger zu kochen und erfordert mehr Planung. Wer wenig weiß, und das sind oft die Niedrigverdiener, tut sich hiermit schwer.
3. Häufiger krank. Oft werden Menschen nicht krank, weil sie arm sind, sondern umgekehrt: Menschen werden arm, weil sie krank sind. Die Krankheit nimmt ihnen die Möglichkeit, gut zu verdienen.
4. Nikotin. Daten des Robert Koch-Instituts zeigen, dass Arme mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens um 35 Prozent häufiger rauchen als Reiche mit mehr als 150 Prozent des mittleren Einkommens. 
5. Weniger Sport. Arme sind mehr als doppelt so oft körperlich inaktiv wie Reiche.

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